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Fasten und Yoga |
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aus dem Buch "Fasten und Yoga" von Bernd Bachmeier
Seite 123 ff. Indem wir fasten und Yoga üben, verwandeln wir den
Zustand der Zerstreuung und Disharmonie in einen Zustand der Harmonie
und Ausgeglichenheit. Diese Verwandlung geht sehr langsam vonstatten.
Wir können sie nicht machen. Wir können ihr nur die Möglichkeit
geben zu entstehen. Der Zustand der Harmonie wird jedoch eine tiefe Verwandlung
in uns bewirken. Nichts wird mehr so sein wie früher. Alles kann
sich verändern. Ist dieser Verwandlungsprozeß erst einmal in
Gang gekommen, läßt er sich schwerlich anhalten und schon gar
nicht umkehren. Es ist wie bei einem großen Schwungrad. Es in Gang
zu setzen, kostet sehr viel Kraft. Ist es jedoch einmal in Schwung, dann
dreht es sich von ganz allein, ohne jegliches Zutun. Ich möchte an
dieser Stelle aber auch nicht verschweigen, daß eine Verwandlung
häufig mit Schmerzen verbunden ist. Ich meine keine körperlichen,
sondern seelische Schmerzen. Damit das Neue entstehen kann, muß
das Alte sterben. Würde eine Raupe jemals zum Schmetterling werden,
wenn sie ihre alte Hülle nicht zurückließe? Viele Menschen
haben Angst vor diesem Neuen. Sie wollen das Alte festhalten, und je stärker
sie klammern und festhalten, desto schwerer wird die Geburt. Im Fasten
werden Sie sich selbst vollkommen neu kennenlernen. Ein sauberer Körper,
klare Gedanken und eine geläuterte Seele sind der Lohn für Ihre
Mühe. Sie haben sich verändert, verwandelt � körperlich,
geistig und seelisch. Die körperliche Veränderung zeigt sich
in glänzenden Augen und einem klaren Blick. Ich habe diese Augen
nur bei Fastenden und Verliebten gesehen. Selbst meditierende Menschen
haben längst nicht diese Helligkeit in den Augen. Es kann auch sein,
daß Ihre Haut einen ganz zarten Teint bekommt, sehr sanft und fein.
Der Magen und der Darm werden sauber sein, und sicherlich werden Sie feststellen,
daß Sie nach dem Fasten keine Probleme mit dem Stuhlgang mehr haben.
Geruchs-, Geschmacks- und Hörsinn werden sich verbessert haben. Sie
werden beispielsweise Geräusche viel intensiver wahrnehmen. Die Aussprache
wird klarer und das Sprechen feiner. Ihre Haare werden vielleicht anfangen
zu glänzen, und Ihre Haut wird nach dem Fasten rein und sauber sein.
Ihr Schlaf wird tiefer und Ihre Traumphasen intensiver. Durch die Yogaarbeit
werden Ihre Muskeln, Bänder und Gelenke eine totale Veränderung
erfahren haben. Bei meinen Kursteilnehmern habe ich festgestellt, daß
sie am Ende eines Fastenseminars um ein bis zwei Zentimeter größer
waren als vorher. Ich führe das auf die Arbeit an der Aufrichtung
der Wirbelsäule zurück. Es ist wirklich eine Freude zu sehen,
wie aus gebeugten Menschen aufrechte, lebensbejahende Individuen werden.
Eine emotional-geistige Verwandlung wird bei fast allen Fastenden schon
nach wenigen Tagen sichtbar. Ich habe selten Gruppen erlebt, die so fröhlich
zusammensaßen und über ihre Erfahrungen gesprochen haben �
ein herzliches Miteinander gegen den Rest der Welt. Die Gruppengespräche
waren voll von positiven Zukunftsvisionen. Der ganze emotionale Müll
der vergangenen Jahre wurde plötzlich hinausgeworfen. Eine solche
Verwandlung gibt den Menschen die Kraft, Ihr Leben neu zu gestalten. Die
seelische Verwandlung setzt langsam und sehr behutsam ein. Sie hat zu
tun mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, mit der Frage nach dem Woher
und Wohin. Es ist die Verwandlung zu mehr (Mit)Menschlichkeit, zu einer
Achtung vor dem Leben und zur Bewußtwerdung der Kostbarkeit eines
jeden gelebten Moments. Es ist der Wunsch und die Freude zu leben und
zu lieben, die Sehnsucht nach Gott und der Wunsch, anderen Menschen zu
helfen und sie glücklich zu machen. Können Sie sich ein schöneres
Geschenk vorstellen? Auf diese Weise körperlich, geistig und seelisch
verwandelt gehen Sie jetzt in Ihren Alltag zurück, in Ihre Familie,
zu Ihren Freunden, an Ihre Arbeitsstelle. Und langsam beginnt der Samen
der Verwandlung auf allen Ebenen zu wachsen. Vielleicht werden Sie jetzt
Ihre Familie ganz anders wahrnehmen? Oder Ihr Freundeskreis wird sich
verändern. Oftmals entstehen im Fasten auch neue, berufliche Perspektiven,
die jetzt danach trachten, umgesetzt zu werden. Was hätte Fasten
und Yoga wohl für einen Sinn, wenn wir das, was wir dort gewonnen
haben, nicht in unser soziales Umfeld einfügen könnten? Und
in dem Maß, in dem Sie sich verändert haben, wird sich auch
Ihre Umgebung verändern. Das sollten Sie unbedingt wissen, wenn Sie
sich auf das Fasten einlassen. "
Für "Deutsches Yoga-Forum" (5/93, Herausgeber: Berufsverband Deutscher Yogalehrer) schreibt Gertrud Hirschi zum Buch von Bernd Bachmeier "Es ist relativ einfach, ein Buch nach den gegebenen Fakten zu besprechen � was ist gut und korrekt, was ist mangelhaft unklar, irreführend usw. Es wird schwer, ein Buch zu besprechen, das einen ergreift und betroffen macht. Darum liegt nun auch das Buch von Bernd Bachmeier schon über drei Monate auf meinem Pult und wartet geduldig auf seine Rezension. Um es gleich vorweg zu nehmen, dieses Buch kann ich jedem Yogaübenden und/oder Zum-Fasten-Entschlossenen wärmstens empfehlen. Rose Miram-Gatz schreibt im Vorwort so treffend: "Vor Ihnen liegt ein Wegweiser und Wegbegleiter zum ganzheitlichen Fasten. Warum "ganzheitlich" � Zwar sind wir eine Dreiheit aus Körper, Seele und Geist, doch liegt gewöhnlich die Hauptlast auf Körper und Geist, und die Seele erhält zuwenig Zuwendung und Entwicklungsmöglichkeiten. Während wir fasten, geht es uns darum, den Körper zu entlasten, den Geist vorn Wust des Überflüssigen zu reinigen und dadurch der Seele Freiraum zu schaffen," ., Bernd Bachmeier weist immer wieder auf die Klarheit hin, die Fasten dem Menschen bringt, Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Fasten tatsächlich Klarheit im Geist schafft (vielleicht nicht gerade schon die ersten drei Tage), die Sinne schärft und Gleichmut und Gelassenheit im Gemüt erzeugt. Das Wesentliche im Leben kommt zutage. Neben vielen nützlichen Tips für die Entlastungstage vor dem Fasten, die Fastentage, für auftretende Beschwerden während des Fastens (Kopfweh, Kreislaufprobleme usw.) und die Aufbautage nach dem Fasten, beinhaltet das Buch die verschiedener, Reinigungstechniken und ganze Übungsfolgen aus der Körperarbeit des Yoga. Diese Übungsfolgen sind sinnvoll aufgebaut, klar bebildert und beschrieben; und dank der gezielt eingesetzten Hilfsmittel auch "rückengerecht". Bernd Bachmeier wendet sich; mit seinem Buch ausdrücklich an gesunde Menschen, und auch nicht an Menschen die fasten, um abzunehmen oder Krankheiten zu heilen. Siehe S. 22: "Die Gewichtsreduzierung und das Auskurieren von Krankheiten mögen für viele Menschen einen großen Stellenwert einnehmen. Aber das Geheimnis des Fastens liegt hinter diesen beiden Dingen. Dieses Geheimnis ist nur persönlich erfahrbar. Und in dieser Erfahrbarkeit liegt die ganze Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft begründet, Es ist der Punkt, an dem es keine Zweiheit mehr gibt. Ein Raum, der voll ist mit Liebe, Licht, Güte, Frieden und Glück. Ein Raum, in dem auch kein Leid mehr vorhanden ist. Es ist der Moment, in dem Sie berührt werden von, einer Kraft, die Sie noch nie in Ihrem Leben vorher wahrgenommen haben, und die doch seit Ihrer Geburt immer da war. Das Geheimnis des Fastens besteht darin, diese Klarheit zu bekommen, diese innere Stimme wahrzunehmen und ihr zu folgen. Ihr ganzes Leben wird sich dadurch verändern." Aus den letzten Sätzen ersehen Sie, liebe Leser, daß dies ein ganz spezielles Fasten-Buch ist. Auf die spirituellen Aspekte des Fastens geht Bernd Bachmeier in den folgenden Kapiteln ein: - Körper, Geist und Seele - Anrührung (hier beschreibt der Autor, wie ihm Fasten und Yoga in Leidenszeiten geholfen haben � Wunder gewirkt haben) - Dein Wille geschehe - Frieden - Tat twam asi (das bist Du!) - Die Yoga-Sutren des Patanjali Wie Rose Miram-Gatz im Vorwort sagt, ist dieses Buch weit mehr als "nur" ein praktischer Ratgeber Es will vielmehr durch die freimütige und offene Darstellung des vom Autor selber Erlebten jedem Leser Mut machen, zu den eigenen Gefühlen zu stehen und den Herausforderungen des eigenen Lebens ins Auge zu sehen. Dieses Buch macht immer wieder auf die Möglichkeit, zu wachsen und an sich selbst zu arbeiten, aufmerksam. Wie ein roter Faden durchzieht das ganze Buch Bernd Bachmeiers Liebenswürdigkeit und Humor, neben seinem vollen Engagement zur Sache, Ich hin sicher, daß dieses Buch vielen Yoga-Übenden neuen Mut und Vertrauen zu sich, zum Yoga und zu Gott schenken wird." Adelheid Ohlig schrieb im "Schweizer Yoga-Journal" Ein aufmerksam gestaltetes, sehr liebes Buch, das allen Suchenden etwas zu sagen hat. Der Autor leitet seit Jahren Yoga-und Fastenkurse und schöpfte aus der Fülle an Erfahrungen. Er möchte den Menschen etwas mitgeben, das sie im Alltag gut nutzen können. "Ich vertrete die Ansicht, daß sich Spiritualität nicht in der Stille, sondern vielmehr in den kleinen Dingen des Alltags (er)leben läßt ... Die Spiritualität eines Menschen beginnt nicht mit einem Fastenseminar und eine tägliche Yogastunde, sondern ist ständig überall erfahrbar ... Ein längeres Fastenseminar und eine tägliche Yogaübungsstunde sind Zeiten, in denen Sie ein Stück Spiritualität lernen können und sicherlich auch erfahren werden. Die eigentliche Kunst besteht jedoch darin, das Erlernte in den Alltag zu integrieren." (S.12) Bernd Bachmeier geht auf die kleinen Probleme während des Fastens ein, erklärt, was im Körper abläuft, wie wir mit Störungen umgehen können und macht wunderbare Vorschläge für verschiedene Yogaübungsprogramme. Fastenbrechen und die Aufbautage werden mit Rezepten zum Nachahmen bereichert. Verschiedene Fastenerfahrungen geben uns einen Einblick, was uns erwarten kann. Auch wenn wir am besten erwartungslos das Ganze angehen. Dieser Yogalehrer schwebt nicht fern von seinen Schülern und Schülerinnen auf einer hochgeistigen Wolke (wohltuend auch, daß wir in der Sie-Form angesprochen werden), sondern möchte, daß wir das gelernte umsetzen: " ... ich wünsche Ihnen viele Gelegenheiten, Ihre Fasten- und Yogapraxis in den Alltag umzusetzen. Lassen Sie andere Menschen an Ihrer Verwandlung teilhaben, indem Sie das, was Sie für sich gewonnen haben, mit Ihnen teilen." (S. 151) Adelheid Ohlig, Biel Die ganze indische Tradition beruht auf der Annahme, daß es ein höheres Leben, als das rein intellektuelle gibt. Sich dieses übergeordnete Leben anzueignen und es zu ordnen, ist das wahre Ziel der verschiedenen Methoden des Yoga. Elena Weich schrieb eine Rezension im Internet Buchhandel AMAZON.DE elena.weich@mail.diraba.de aus München, Bayern , 26. Januar 1999 |
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